Kurs 1 08.—13.Juni
Kurs 2 15.—21.Juni
>Figur im Schlachtfeld der Farbe<
1 Inhalt Willkommen in einer Arbeitswoche, die spielerisch und ernsthaft mit dem Thema der
malerischen Darstellung von Figürlichkeit in offenen Zusammenhängen umgehen wird!
Das Arbeitsfeld dieses Kurses ist das Thema der Figur und ihre Einbettung in einen schlüssi-
gen Bildorganismus. Als Bildmotiv kann die menschliche Figur auch durch einen Gegenstand wie
zum Beispiel ein Haus oder Auto ersetzt werden. Gegenständlichkeit kann sich mit purer Farbe
verzahnen. Untersucht werden soll, wie weit die Pole von Gegenständlichkeit und Abstraktion
auseinander treiben können, ohne das Gefüge eines Bildes zu sprengen oder zerfallen zu lassen.
Angestrebt wird das Gegenteil: gegenseitige Steigerung.
Obwohl es einen Unterschied ergibt, sich das Gegenständliche vor der Natur anzueignen
oder nach einer (Foto-)Vorlage zu arbeiten, spielt das im Kurs eine untergeordnete Rolle. Im We-
sentlichen soll versucht werden, während des Kurses eine Bildidee auf einem oder mehreren For-
maten so weit wie möglich zu treiben. Flankiert wird diese Auseinandersetzung von malerischen
Ausflügen auf kleinen Formaten (DIN A4, DIN A3). Theoretische Fragestellungen über Möglichkei-
ten und Unmöglichkeiten von Malerei in Vergangenheit und Gegenwart begleiten die Kurstage.
Die Kursteilnehmer sollten eine Vorlage oder/und die Idee eines Bildmotivs bereits mitbrin-
gen oder in den ersten Tagen entwickeln können und über Grundfertigkeiten gegenständlicher
Darstellung sowie Erfahrungen im Umgang mit Farbe verfügen.
2 Aktmodell In diesem Jahr steht in diesem Kurs für drei Tage in einem der beiden Unterricht-
ateliers ein Aktmodell zur Verfügung. Interessierte Teilnehmer können diese Gelegenheit nutzen
um dem Aspekt der "Figur" im Schlachtfeld der Farbe am Modell Dringlichkeit, Überzeugungs-
kraft oder Spielfreude abzugewinnen. Akademisches Aktstudium wird nicht angestrebt. Bei einer
Vorbefragung ergab sich, dass ungefähr die Hälfte der Teilnehmer an der Arbeit mit dem Modell
interessiert wären, dementsprechend können sich die Teilnehmer auf die Räume aufteilen.
3 Material Jeder sollte das Material mitbringen mit dem er gerne arbeiten möchte, in dem
er gewohnt ist zu arbeiten und das einen Rücktransport der fertigen oder halbfertigen Arbeiten
zuläßt. Es sollten Malgründe für die längerdauernde Arbeit mitgebracht werden, aber auch welche
für den schnellen kurzen Zugriff, also Leinwand und Papier. Unbedingt die eigenen Pinsel (von
schmal bis sehr breit), Mallappen (alte Handtücher), Spachtel und Mischpaletten. Jeder sollte
für sich entscheiden, ob er mit Acryl- oder Ölfarbe oder mit beidem arbeiten möchte und die
entsprechenden Lösungsmittel (geruchslos) mitbringen. Etwas Zeichenmaterial, wie weiche
Bleistifte oder Kohle und Fixativ.
Bitte vergessen Sie nicht, daß dies ein Sommerkurs ist! Ihre Freude am Malen, am Ort und der
Situation stehen im Vordergrund. Das gleiche gilt auch für Bildideen, die Sie im Rahmen dieser 6
Tage bearbeiten oder entwickeln möchten.